Mexiko |

Führende Tageszeitungen verbieten Sex-Anzeigen

Die auflagenstarken Tageszeitungen "El Universal" und "Reforma" haben laut einem Bericht des TV-Senders BBC Mundo den Abdruck von Sexanzeigen eingestellt. Damit wollen die beiden Zeitungen dazu beitragen, die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern in Mexiko zu erschweren. Künftig werden in den Tageszeitungen keine Anzeigen mehr für Escort-Dienste oder Sex-Chats erscheinen. Bereits am Dienstag waren die betroffenen Ausgaben „Sexanzeigenfrei“. Geschäftsführer Juan Francisco Ealy bestätigte für die Universal-Gruppe: "Wir haben uns aus diesem Markt komplett zurückgezogen. Das betrifft die Ausgaben von El Universal, El Grafico und unsere Internet-Präsenz."

Zugleich kündigte die Geschäftsleitung von "El Universal" an, dass die Tageszeitung künftig mit Gratis-Anzeigen Organisationen und Gruppen unterstützen werde, die sich gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung engagieren. Nach Erkenntnissen von Menschenrechtsorganisationen zwingen kriminelle Banden in Mexiko jedes Jahr mehrere tausenden Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, zur Prostitution. (TK)