Kolumbien |

Friedenspreis für Rocksänger Juanes

Bogotá. Rocksänger und Grammy-Gewinner Juanes (37) hat den nationalen Friedenspreis in seinem Heimatland Kolumbien erhalten. Die von verschiedenen nationalen Medien, dem UN-Entwicklungsprogramm sowie dem kolumbianischen Büro der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung verliehene Auszeichnung würdigt herausragende Verdienste für den Frieden in dem Land, in dem seit mehr als 40 Jahren Bürgerkrieg herrscht. In einer ersten Reaktion kündigte Juanes an, die Auszeichnung sei Ansporn und Verpflichtung zugleich, sich noch mehr um die Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zu kümmern.

Juanes engagiert sich mit seiner Stiftung "Mi Sangre" vor allem für die Opfer von Landminen. Kolumbien gilt als das Land mit den meisten Opfern von Landminen weltweit. Zudem hat der Musiker aus Medellin im vergangenen Jahr die Konzertreihe "Paz sin Fronteras" (Frieden ohne Grenzen) ins Leben gerufen.

In der kolumbianisch-venezolanischen Grenzstadt Cucuta kamen 2008 mehr als eine halbe Million Menschen zum Premierenkonzert der Reihe, um für den Frieden in der Region zu demonstrieren. Die zweite Auflage in der kubanischen Hauptstadt Havanna hatte in diesem Jahr mehr als eine Million Besucher.

Quelle: kna