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Frida Kahlos Kleider werden ausgestellt

Knapp 60 Jahre nach dem Tod von Frida Kahlo werden ihre weltberühmten Kleider diesen November erstmals in Mexiko Stadt ausgestellt. Die mexikanische Künstlerin war bekannt für ihre farbenprächtigen Kleider, die oft Elemente der indigenen Kleidung enthielten und dementsprechend reich bestickt waren. Kahlo sorgte Ende der 1930 Jahre in der Modeszene mit ihrem ungewöhnlichen und bis daher nicht dagewesenen Stil für Aufsehen. 1937 widmete die Modezeitung Vogue der Mexikanerin ihre Titelseite.

Die Kuratoren des Frida Kahlo Museums, das in dem so genannten Blauen Haus der Künstlerin errichtet wurde, fanden eine Truhe mit den Kleidungsstücken Kahlos, welche sie auf Anordnung ihres Ehemanns Diego Riviera allerdings für 50 Jahre unter Verschluss halten mussten. 22 dieser Kleider werden nun der öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darunter auch das Outfit, das sie für den Vogue-Titel trug.

Kleider zur Verhüllung des eigenen Körpers

Die langen, auffälligen Roben erfüllten neben ihrem außergewöhnlichen Design aber auch einen Zweck. Die Kleidungsstücke waren so konzipiert, dass sie ihren Körper versteckten. Kahlo litt als Kind an Polio und die Krankheit hinterließ eines ihrer Beine bedeutend dünner als das andere. Außerdem erlitt sie einen schweren Busunfall, durch den ihre Wirbelsäule mehrmals brach. Nichts davon war sichtbar, wenn sie in der öffentlichkeit auftrat.

Frida Kahlo war eine der bekanntesten Künstlerinnen Lateinamerikas. Ihr Stil wurde häufig als „Native Art“ bezeichnet. Viele Experten ordnen ihre Werke dem Surrealismus zu. Sie war zudem eine der ersten Frauen, die solche Beachtung in der Künstlerwelt erhielt. Kahlo starb 1954 im Alter von 47 Jahren an einer Lungenentzündung. (aj)