Mexiko |

Fotojournalist ermordet aufgefunden

Im mexikanischen Bundesstaat Michoacan wurde am vergangenen Wochenende die Leiche des Fotojournalisten Arturo Barajas López aufgefunden. Der 46-Jährige arbeitete unter anderem für die Tageszeitung Diario de Zamora und soll auch über die illegale Herstellung von Drogen berichtet haben. Abgesehen von López befand sich an dem Tatort ein weiteres Opfer. Aguilar Mota war ebenfalls Fotograf und ist hauptsächlich im Touristensektor tätig gewesen. Die Behörden Mexikos vermuten hinter dem Verbrechen eine Tat des organisierten Verbrechens, da beide Leichen Spuren von Folter aufweisen.

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder weltweit für Journalisten. Immer wieder werden Medienschaffende aufgrund ihrer Recherchen im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen und den konkurrierenden Drogenkartellen umgebracht. Laut der staatlichen Kommission für Menschenrechte sind allein seit dem Jahr 2000 mehr als 80 Journalisten ermordet worden.

Anzahl der Morde steigt weiter

Doch nicht nur Pressevertreter sind von dem Anstieg der Gewalt in dem lateinamerikanischen Land betroffen. Seit der mexikanische Präsident Felipe Calderon 2006 seinen Krieg gegen die Drogen begann, ist die Anzahl der Morde rasant angestiegen. Am Montag hat das Nationale Statistikinstitut bekannt gegeben, dass die Zahl der Mordopfer im Jahr 2011 auf 24 pro 100.000 Einwohner angestiegen ist. Dies ist der höchste Wert seit Calderon sein Amt angetreten hat. Im Vergleich zu seinem Vorgänger Vicente Fox hat sich die Zahl der Morde mehr als verdoppelt. Am meisten betroffen sind die Bundesstaaten Chihuahua, Mexiko und Guerrero. (aj)