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Fast 40.000 emigrierte Ecuadorianer sind zurückgekehrt

Seitdem die Regierung das Programm „Bienvenidos a Casa“ (Herzlich willkommen Zuhause) aufgelegt hat, sind bereits rund 40.000 im Ausland lebende Ecuadorianer in ihre Heimat zurückgekehrt. Dies erklärte die Ministerin für Migration, Lorena Escudero, gegenüber Pressevertretern, wie TeleSur berichtet.

Die Rückkehrer erhalten mit dem 2008 initiierten Programm zahlreiche Vergünstigungen: So können sie Geräte und Utensilien ihres Exil-Haushalts und Arbeitsgeräte steuerfrei einführen. Zudem werden ihnen Beratung und Fortbildung sowie Kredite angeboten. Die Exil-Ecuadorianer können sich auch für spezielle Rückkehrprogramme für Ärzte, Lehrer oder Bauern einschreiben.

Ecuador umwirbt ausgewanderte Landsleute

„Die Situation hat sich geändert. Ecuador ist ein Land der Hoffnung. Wir verteidigen das Recht, nicht zu emigrieren, ohne Risiko auszuwandern, sich im Zielland zu integrieren und das Recht auf Rückkehr. Jetzt können wir den ecuadorianischen Traum verwirklichen“, warb Escudero.

Allein im von der Wirtschafts- und Finanzkrise hart getroffenen Spanien mit einer Arbeitslosenquote von 26 Prozent, leben rund 400.000 Migranten aus Ecuador. In den USA leben in New York etwa 600.000 Ecuadorianer, hinzukommen große Exilgemeinden in Chicago, Los Angeles und Washington. Viele der Emigranten haben keine gültigen Aufenthaltspapiere für die Zielländer. Escudero kündigte an, auch in die USA ausgewanderte Ecuadorianer gezielt zu unterstützen, sollten die Migrationsgesetze in den Vereinigten Staaten verschärft werden. Bisher hat die Regierung rund 35 Mio. US-Dollar in das Rückkehrprogramm investiert, berichtet TeleSur unter Berufung auf die eucadorianische Migrationsbehörde. (bh)