Kolumbien, Kuba |

FARC und Regierung beenden siebte Runde der Friedensverhandlungen

Die kolumbianische Regierung und die Fuerzas Armadas Revolucioarias de Colombia (FARC) haben am 21. März die siebte Runde der Friedensverhandlungen in Havanna beendet. Nach Angaben der Delegationen konnten zum Thema der Landreform - der erste Verhandlungspunkt auf der Agenda, der als ursprünglich für den bewaffneten Konflikt gilt - große Fortschritte gemacht werden. Noch sei zwar keine vollständige Klärung erreicht worden aber die letzten Unstimmigkeiten sollen ab dem 02. April geklärt werden. Dann gehen die Gespräche in ihre nächste Runde

Noch bevor diese beginnt haben sich die Delegationen aber bereits dem zweiten Punkt auf der Verhandlungsordnung gewidmet - der Organisation eines Sozialforums zur politischen Partizipation. In einer gemeinsamen Erklärung gaben FARC und Regierung bekannt, dass Sie die Vereinten Nationen und das Friedenszentrum der Nationalen Universität, um den Start der Vorbereitungen des Forums gebeten haben. Dies soll Ende April stattfinden und lädt „alle Kolumbianer und Organisationen ein, zu partizipieren“. Sie können ihre Vorschläge auf einer eigens entwickelten Internetseite unterbreiten. Das führende FARC - Mitglied Ivan Marquez betonte die Wichtigkeit dieses Forums: „Das Forum ist sehr wichtig für den Friedensprozess in Kolumbien, weil es das Thema der Demokratie in all seiner Breite behandeln wird“.

Die linksgerichtete Guerilla und die kolumbianische Regierung haben in letzten Oktober Friedensverhandlungen begonnen, die dem seit mehr als 50 Jahren andauernden bewaffneten Konflikt in dem südamerikanischen Land ein Ende bereiten sollen. Bei den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen FARC und Militär sind bisher ca. 600.000 Menschen ums Leben gekommen und mehr als drei Millionen Kolumbianer geflohen. (aj)

Internetseite zum Forum (Spanisch): https://www.mesadeconversaciones.com.co

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