Kolumbien |

FARC-Führung wegen Bischofsmordes verurteilt

Zehn Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Isaias Duarte Cancino sind in Kolumbien vier Anführer der linksgerichteten Guerillaorganisation FARC in Abwesenheit zu jeweils 25 Jahren Haft und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Unter ihnen befindet sich auch der neue FARC-Chef "Timoschenko".

Duarte hatte sich als Erzbischof der Millionenstadt Cali gegen die Drogenmafia und den Guerillakrieg eingesetzt. Im März 2002 wurde er während eines Hochzeitsgottesdienstes für mehr als 100 Paare erschossen. Ein Gericht in der zweitgrößten kolumbianischen Stadt befand den Führungszirkel der FARC für schuldig, die Bluttat angeordnet zu haben.

In dieser Woche hatte FARC-Chef "Timoschenko", der mit bürgerlichem Namen Rodrigo Londono heißt, der Regierung direkte Verhandlungen zur Beendigung des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts angeboten. Während die Regierung von Staatspräsident Juan Manuel Santos das Angebot mit der Begründung ablehnte, nicht mit illegalen Gruppen zu verhandeln, forderte die katholische Kirche des Landes das Kabinett auf, das Gesprächsangebot sorgfältig zu prüfen.

Quelle: KNA