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Erste U-Bahnstationen für die Hauptstadt

Die öffentliche Ausschreibung um den Bau der ersten beiden U-Bahnstationen für die ecuadorianische Hauptstadt hat die spanische Firma Acciona Infraestructura gewonnen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur unter Berufung auf die zuständige technische Kommission. Die spanische Firma setzte sich damit gegen den brasilianischen Anbieter Odebrecht, CTCE (China) und CBC (Ecuador), das Konsortium aus Estaciones FCC (Spanien) und TGC (Ecuador) sowie ein Konsortium aus OHL (Spanien) und Semaica (Ecuador) durch.

Mit dem Bau der Station „La Magdalena“ soll bereits Ende dieses Jahres begonnen werden. Zur Station sollen auch Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen sowie Grünzonen und Parkplätze gehören. Auch eine Bushaltestelle soll direkt an der U-Bahnstation entstehen. Voraussichtlicher Baubeginn für die Station "El Labrador", die am Flughafen Mariscal Sucre im Norden der Hauptstadt entstehen soll, ist Ende März 2013. Die Haltestelle soll eine unterirdische und eine oberirdische Ebene erhalten und zudem als Zugang zum Parque Lago dienen. Die Kosten für den Bau der beiden Stationen werden auf rund 50 Mio. Euro beziffert.

Bis zu 400.000 Passagiere täglich

Wenn alles nach Plan läuft, soll in Quito im Jahr 2015 die erste Linie ihren Betrieb aufnehmen. Gegenwärtig wird die Ausschreibung für die zweite Phase des Metrobaus vorbereitet, bei der es um die Errichtung der weiteren Stationen, die Installation der U-Bahntechnik sowie den Bau des 22 Kilometer langen U-Bahntunnels gehen wird. Geplant ist zunächst eine Linie mit 15 Stationen und den beiden Endhaltestellen Quitumbre und El Labrador. Täglich sollen bis zu 400.000 Passagiere in 18 Zügen mit jeweils sechs Waggons transportieren werden.

Die ecuadorianische Hauptstadt Quito liegt in 2.850 Metern Höhe und verläuft in einer Nord-Süd-Achse in einem für den Andenraum typischen, schmalen Längstal. Deswegen besitzt die ecuadorianische Hauptstadt, in der rund 1,6 Mio. Menschen leben, eine Längenausdehnung von rund 45 Kilometern, ist jedoch an der weitesten Stelle nur fünf Kilometer breit. Dies verursacht starke verkehrstechnische Probleme. Von der U-Bahn erhofft man sich Entlastung auf der Längsachse. (bh)