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Erste Hausarbeiterinnen-Gewerkschaft gegründet

Die guatemaltekische Verband der Hausarbeiterinnen, Maquila- und Heimarbeiterinnen Atrahdom hat die Gründung der ersten Gewerkschaft für auf eigene Rechnung arbeitende Hausarbeiterinnen ins Leben gerufen. Ziel der neu gegründeten Vereinigung sei es, für die Rechte der Arbeitenden in diesem Sektor einzutreten, erklärte Maritza Velásquez von Atrahdom.

Durch die Gründung der neuen Gewerkschaft versuche man gezielt die Frauen zu erreichen, die in komplett ungeschützten Arbeitsverhältnissen tätig sind, zum Beispiel Wäscherinnen, Straßenverkäuferinnen und Produktvertreterinnen. Der in Guatemala bisher erste Versuch einer gewerkschaftlichen Organisierung in diesem Sektor werde international von Verbänden unterstützt, die sich für die soziale Absicherung von Werktätigen einsetzen, so Velásquez weiter.

Höchst prekäre Bedingungen für Hausarbeiterinnen

Landesweit seien über 182.000 Frauen als Hausangestellte tätig, davon 65 Prozent in Guatemala-Stadt. 82 Prozent seien indigener Herkunft, inländische Wanderarbeiterinnen sowie sehr junge Frauen, die sich aufgrund von Armut und Gewalt gezwungen sahen, ihre Heimatorte zu verlassen.

Velásquez erinnerte weiterhin daran, dass der vergangene 30. März als Internationaler Tag der Hausarbeiterin gefeiert wurde. Der Job der Hausarbeiterin zähle nach wie vor zu den prekärsten und am schlechtesten entlohnten Tätigkeiten mit extrem langen Arbeitsschichten. Trotz verschiedener Versuche, die Situation der Hausarbeiterin zu verbessern, bleibe die Arbeitssituation unverändert: Die Frauen seien weiterhin gewalttätigen Übergriffen, Ausbeutung und unwürdigen Lebensbedingungen ausgesetzt.

Die Gründung der neuen Gewerkschaft der auf eigene Rechnung tätigen Hausarbeiterinnen sei eine Einladung, sich zu organisieren, die sich an alle in ungeschützten Arbeitsverhältnissen tätigen Frauen richte.

Quelle: Cimac in: Poonal