Mexiko |

Erneut Überflutungen in Acapulco

Die mexikanische Westküste kommt nicht zur Ruhe. Nicht einmal zwei Wochen nachdem der tropische Sturm Manuel die Region verwüstet hat, ist sie nun schon wieder von außergewöhnlichen starken Regenfällen betroffen. Besonders die Metropole Acapulco hat derzeit mit den extrem hohen Niederschlagsmengen und Überflutungen zu kämpfen.

Da der Wasserpegel in der Stadt inzwischen die Ein-Meter-Marke überschritten hat, haben die Behörden wieder begonnen zahlreiche Menschen zu evakuieren. Auch viele Schulen mussten aufgrund der Situation geschlossen werden. Mehrere Hauptstraßen, darunter auch die Zufahrt zum internationalen Flughafen Acapulcos, mussten gesperrt werden. Meteorologen haben auch für die kommenden zwei bis drei Tage weiterhin starken Regen angekündigt. Den Wissenschaftlern zufolge hat es bisher noch in keinem September seit der Datenaufzeichnung so viel geregnet, wie in diesem.

1,2 Millionen Menschen leiden unter Folgen der Stürme Manuel und Ingrid

Schon der Sturm Manuel, der die Bundestaaten Guerreo, Michoacan und Colima betraf, hatte die Westküste verwüstet. 25.000 Touristen strandeten in Acapulco, wo der Flughafen eine Woche lang geschlossen bleiben musste. Neben dem starken Wind und den sintflutartigen Regenfällen waren es vor allem viele Erdrutsche, die Schäden anrichteten. Nur wenige Tage später traf der Hurrikan Ingrid auf die Karibikküste Mexikos. Auch dort mussten tausende Menschen evakuiert werden. Straßen waren überflutet, Brücken sowie Häuser zerstört und zahlreiche Menschen von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Bis heute werden in Mexiko 50 Personen vermisst und insgesamt 1,2 Millionen Menschen sind von den Folgen der Stürme betroffen. 139 Menschen kamen ums Leben. (aj)