Peru |

Erdrutsch begräbt Ayacucho

Sintflutartige Regenfälle lösten am Mittwoch (16.12.) in der Stadt Ayacucho einen Erdrutsch aus, bei dem elf Menschen starben. Die Hauptstadt der gleichnamigen Region im Süden Perus wurde am Abend des 16. Dezembers von einem schweren Unwetter heimgesucht. Die Kanalisation verstopfte, Wassermassen konnten nicht abfließen und vom Berg La Picota rutschen Sand- und Wassermassen bis ins Zentrum der Stadt.

Die Bewohner wurden von den Überschwemmungen überrascht. Elf Menschen kamen ums Leben, 20 wurden verletzt und über zweihundert Häuser zerstört oder beschädigt. Unter schwierigen Bedingungen versuchen Rettungskräfte Bewohner zu bergen und Verletzte medizinisch zu versorgen.

Das Centro Loyola der Jesuiten und die Defensa Civil verteilen Lebensmittel und Wolldecken. Nach Auskunft der Jesuiten müssen alle Schäden dokumentiert und ausgewertet werden, so dass den über 1050 vom Unwetter betroffenen Personen geholfen werden kann.

Es hätte an jeglichen Untersuchungen zu Risiken für die Wohngebiete gefehlt, die direkt in den Gefahrenzonen lagen, bemängeln die Jesuiten in einem Brief vom Montag (21.12.). Die Abwasserkanäle der Region seien außerdem technisch mangelhaft gewesen.

Text: jam