Brasilien |

Drogenkartell wäscht 86 Millionen Euro

Das Drogenkartell PCC (Primeiro Comando da Capital) hat innerhalb eines Jahres gut 200 Mio. Reais (ca. 86 Mio. Euro) an Drogengeldern reingewaschen. Das ergaben Untersuchungen einer Spezialeinheit der Polizei zur Bekämpfung von Geldwäsche im Bundesland Sao Paulo. PCC dominiert seit Jahren den Drogenhandel in dem Bundesland. Insgesamt stellte die Spezialeinheit illegale Transaktionen in Höhe von mehr als 330 Mio. Reais fest.

Das vor einem Jahr ins Leben gerufene "Technologielaboratorium für die Aufdeckung von Geldwäsche" ermittelte, dass weitere 100 Mio. Reais aus Drogengeschäften und Prostitution aus dem Ausland nach Brasilien transferiert wurden. Im Mittelpunkt dieser Ermittlungen soll ein deutscher Staatsbürger stehen, gegen den bereits von den Behörden in Europa ermittelt wird. Das gemeinsam von der Polizei Sao Paulos und dem bundesstaatlichen Justizministerium gegründete Laboratorium ordnete zudem weitere illegale Geldströme der japanischen, russischen und italienischen Mafia zu. (tm)