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Diskriminierung in Sucumb?­os

Mit einem offenen Brief protestierten am 17. Februar kirchliche und soziale Organisationen in Sucumbíos (Provinz Pichincha) gegen ihre Diskriminierung durch Angehörige der katholischen Kirche. Seit dem Weggang von Bischof Gonzalo López, der 40 Jahre lang der lokalen Kirche vorgestanden hatte, würden Frauen, Afro-Amerikaner, Indigene und Kinder diskriminiert, heißt es im Protestschreiben.

Arme als "unwürdig" bezeichnet

Der freigewordene Posten des Bischofs sei vom Vatikan mit Vertretern der privaten Internationalen Vereinigung der Kirchenrechts "Heraldos del Evangelio – Caballeros de la Virgen“ besetzt worden, die zum besonders konservativen Flügel der katholischen Kirche gerechnet wird.

Im offenen Brief heißt es, die besonders Bedürftigen, die die Kirche auch deshalb aufsuchten, weil es kirchliche Tradition sei, sie zu schützen, würden dort jetzt als Wesen behandelt, die unwürdig seien, ohne jede Kultur und „schmutzig“.

Organisationen forden Absetzung der neuen Würdenträger

Die protetierenden Organisationen haben sich deshalb am 7. Januar in der Versammlung der Kirchen von San Miguel de Sucumbíos zusammengeschlossen (ISAMIS) zusammengeschlossen, um die Absetzung der "Heraldos del Evangelio“ nicht nur in der Provinz, sondern im ganzen Land zu fordern.

Solange die Bruderschaft noch in Sucumbíos eingesetzt ist, werde sich ISAMIS um kolumbianische Bürgerkriegsflüchtlinge und Indigene kümmern, die von Erdölfirmen bedroht würden. Man fühle sich dem geltenden Recht sowie der Einhaltung aller Menschenrechte verpflichtet, erklärten die Vertreter von ISAMIS in ihrerm Protestbrief. (bh)

Quelle: Adital