Mexiko |

Demonstrationen für Migranten-Rechte

Mit zahlreichen Aktionen haben Menschenrechtsaktivisten gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche in Mexiko auf die Situation der illegalen Einwanderer aufmerksam gemacht. Zugleich forderten die Demonstranten die Regierung von Staatspräsident Felipe Calderon auf, die Bemühungen im Kampf gegen Entführung, Folter, Ermordung, sexuelle Gewalt, Menschenhandel und gewalttätige Übergriffe, denen die ohne Papiere in Mexiko lebenden Menschen aus Mittel- und Südamerika ausgesetzt sind, zu verstärken.

Als Zeichen der Solidarität bestiegen die Aktivisten einen Eisenbahnzug von Arriaga nach Chauites. Die Strecke wird besonders häufig von Einwanderern benutzt. Zugleich kommt es hier immer wieder zu massiven Entführungen und Übergriffen. "Der Frieden ist die Frucht der Gerechtigkeit", erklärte Aktivisten-Sprecher Rubén Figueroa der Tageszeitung "El Heraldo" das Motto der zahlreichen Aktionen.

Im August hatte ein Massaker an illegalen Einwanderern auf einem Bauernhof in San Fernando nahe der Grenze zu den USA die Weltöffentlichkeit entsetzt. Die Drogenmafia hatte 72 Menschen, die sich geweigert hatten, mit dem Kartell "Las Zetas" zusammen zu arbeiten, hingerichtet. Zahlreiche Menschen aus Lateinamerika reisen illegal nach Mexiko und hoffen von dort aus über die Grenze in die USA zu gelangen. (tk)