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Coca-Cola-Boykott der Katholischen Jugend geht weiter

Die katholischen Jugendverbände halten am Boykott von Coca-Cola-Produkten fest. Das beschloss der Hauptausschuss des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am Dienstag in Düsseldorf. Der BDKJ fordert von Coca-Cola ebenso wie von allen weltweit tätigen Unternehmen die Sicherung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Bereits 2007 hatte der BDKJ zum Boykott des US-Getränkekonzerns aufgerufen. Seitdem habe es einen intensiven Dialog mit Coca-Cola Deutschland gegeben, aber die Bedingungen hätten sich nicht wesentlich verbessert, hieß es.

"Kein Mensch sollte leiden müssen, damit wir günstig einkaufen können", sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler. Der BDKJ empfiehlt, Produkte mit Blick auf ihre Herstellungsbedingungen kritisch zu prüfen. Regional produzierte und fair gehandelte Angebote seien die bessere Wahl beim Einkauf. Der Gertränkehersteller Coca-Cola ignoriert nach Ansicht des BDKJ Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen an Mitarbeitern in Kolumbien, die mit Drohungen an der Vertretung und Durchsetzung ihrer Interessen gehindert würden. Zudem sei der Getränkehersteller verantwortlich für Umweltzerstörung in Indien.

Der BDKJ ist der Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Quelle: kna