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Chinas Entwicklungsbank zahlt Milliardenkredit an Ecuador

Die chinesische Entwicklungsbank hat gestern einen Kredit in Höhe von 1,4 Mrd. US-Dollar ausgezahlt, um damit für das Jahr 2013 geplante Investitionen durchzuführen, informierte die ecuadorianische Regierung am Mittwoch via Twitter. Mit diesem Kredit sei der Haushalt komplett finanziert, so das Ministerium.

Die Finanzspritze ist Teil eines im Dezember 2012 zwischen dem ecuadorianischen Finanzministerium und der chinesischen Entwicklungsbank unterzeichneten Abkommens, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. Insgesamt wurde damals eine Finanzhilfe von 2 Mrd. US-Dollar vereinbart, wovon 1,4 Mrd. zur freien Verwendung stehen. Über die Nutzung der verbleibenden 600 Mio. US-Dollar wurden feste Vereinbarungen getroffen. Der Vertrag mit acht Jahren Laufzeit und sieben Prozent Zinsen ab dem dritten Jahr, sieht auch eine Vorabverkauf ecuadorianischen Erdöls an China vor.

Enge Wirtschaftsbindung an China

Die 600 Mio. US-Dollar sollen in Stromprojekte und in Investitionen fließen, die mit dem Gesundheitssektor in Verbindung stehen.

China will mit Ecuador mehrere Mega-Bergbauprojekte realisieren, die viel Energie und Wasser verbrauchen werden. Dazu zählt auch der umstrittene Konzessionsvertrag mit Ecuacorriente über den Abbau von Kupfer im südlichen Amazonasgebiet.

Laut dem Portal German Trade Invest beliefen sich chinesische Kredite an Ecuador bereits im 1. Quartal 2012 auf eine Höhe von rund 9 Mrd. US-Dollar, darunter auch Vorschüsse für Erdöllieferungen. Der vergangenen 17. Februar erneut zum Präsidenten gewählte Rafael Correa hatte nach seinem Amtsantritt 2007 eine Prüfung der Schulden seines damals hoch verschuldeten Landes bei IWF, Weltbank und privaten Banken durchgeführt und daraufhin bekannt gegeben, dass die Mehrzahl der Schulden illegitim sei und Ecuador nur ca. 30 Prozent der Außenstände zurückzahlen werde. Seither ist das Land bemüht, neue Wege bei beim Akquirieren von Finanzmitteln zu gehen. (bh)