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Chile wird Bergwerks-Konvention unterzeichnen

Chile will nach der spektakulären Rettung der 33 wochenlang verschütteten Bergleute aus der Gold- und Kupfermine "San Jose" Konsequenzen ziehen und dem internationalen Abkommen zur Sicherheit von Bergwerken beitreten. Das erklärte der chilenische Staatschef Sebastian Piñera am Montag am Rande eines Staatsbesuches in London. Das südamerikanische Land werde eine Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aus dem Jahr 1995 unterzeichnen.

Die Vereinbarung soll unter anderem Bergarbeiter vor Kündigungen schützten, wenn sie auf gefährliche Arbeitsbedingungen in einem Bergwerk hinweisen. Die Regierung sei dafür verantwortlich, dass die Sicherheitsstandards in den Bergwerken auch umgesetzt werden, sagte Piñera der dem TV-Sender BBC. Am Freitag wird Piñera in Deutschland erwartet.

In Chile hatte das schwere Grubenunglück in der Atacama-Wüste wochenlang die Menschen auf der ganzen Welt in Atem gehalten. 33 Bergarbeiter waren am 5. August nach dem Einsturz eines Stollens unter Tage von der Außenwelt abeschnitten und mussten bis zu ihrer Rettung 69 Tage lang in rund 625 Metern Tiefe überleben. (TK)