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Calderon gibt USA Mitschuld am Drogenkrieg

Mexikos Präsident Felipe Calderon hat die Weltgemeinschaft um Hilfe im Kampf gegen die Drogenkriminalität in seinem Land gebeten. Zugleich gab er den USA und anderen Absatzländern für die Drogenproduktion in Lateinamerika und die Tausenden Toten des mexikanischen Drogenkriegs eine Mitschuld. Diese Staaten hätten keinen Fortschritt im Kampf gegen den Drogenkonsum erzielt und versorgten durch enorme Profite am Schwarzmarkt die kriminellen Organisationen mit immer größeren Ressourcen, sagte Calderon vor der UN-Generalversammlung am Mittwoch (Ortszeit) in New York.

Tausende junger Menschen in Lateinamerika seien der Gewalt durch den Drogenhandel zum Opfer gefallen, beklagte Calderon. "Die Staaten, die am meisten leiden, sind diejenigen zwischen den Drogenanbaugebieten in den Anden und dem Hauptmarkt für Drogen, den USA", sagte er. Er stelle "mit großem Bedauern" fest, dass "die Entschlossenheit, mit der wir diese kriminellen Organisationen bekämpfen, nicht in allen Ländern die gleiche ist".

"Unbegrenzte Ressourcen" aus dem illegalen Drogengeschäft ermöglichten Korruption staatlicher Behörden und finanzierten Gewalt. In dem Zusammenhang forderte Calderon auch striktere internationale Kontrollen für den Waffenmarkt. Ausdrücklich kritisierte er das Scheitern von Verhandlungen für ein UN-Abkommen über den Handel mit konventionellen Waffen. Die USA hatten im Juli gegen eine Resolution für einen "Arms Trade Treaty" gestimmt.

Quelle: KNA