Ecuador |

Buchautoren kündigen Gegenklage gegen Correa an

Die beiden Journalisten Juan Carlos Calderón und Christian Zurita planen laut einem Bericht der Tageszeitung "El Tiempo" den ecuadorianischen Staatspräsidenten Rafael Correa zu verklagen. Bei der Präsentation ihres Buches "El Gran Hermano" (Der große Bruder), das über angebliche illegale Verträge berichtet, die dem Bruder des Regierungschefs, Fabricio Correa, zugeschanzt worden seien, erklärte Calderón: "Es sei kein Verbrechen ein Buch zu schreiben." Die beiden Journalisten führten weiter aus, sie fühlten sich von der Regierung verfolgt.

Der Streit zwischen den beiden Autoren und Correa begann mit der Veröffentlichung der Korruptions-Vorwürfe gegen den Regierungschef, der seinerseits mit einer Klage reagierte. Das Verhältnis zwischen Teilen der Presse, die als regierungskritisch gelte, und Correa ist seit Monaten stark angespannt.

Die ecuadorianische Journalistenverband "Asociación Ecuatoriana de Editores de Periódicos (AEDEP)" hatte zuletzt Correa aufgefordert, die "Politik der Intoleranz" zu beenden und eine Klage gegen die Tageszeitung "El Universo" zurückzunehmen. Am 9. Juni wandten sich der Präsident der "World Association of Newspapers and News Publishers", Gavin O’Reilly, sowie der Präsident des "World Editors Forum", Erik Bjerager, in einem offenen Brief direkt an Rafael Correa und kritisierten das mangelnde Kritikbewusstsein des Politikers. (TK)