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Bischof erhebt schwere Vorwürfe gegen Wahlsieger

In der Debatte um die Wahlergebnisse in Mexiko erhebt der Bischof von Saltillo, Raul Vera Lopez, schwere Vorwürfe gegen die Partei des designierten Präsidenten Enrique Pena Nieto. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Vanguardia" rief Vera zugleich indirekt zum Widerstand auf. Sollte sich herausstellen, dass der Wahlkampf der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) mit Geld aus der organisierten Kriminalität finanziert sei, "müssen wir nicht sechs Jahre lang den politischen Arm des Drogenhandels unterstützen", zitiert die Zeitung den mit zahlreichen Menschenrechtspreisen ausgezeichneten Bischof.

Der Gouverneur des Bundesstaates Coahuila, Ruben Moreira Valdez, wies die Vorwürfe zurück: "Das ist eine gravierende Beleidigung", so der PRI-Politiker, der das Ansehen des neu gewählten Präsidenten gefährdet sieht. "Der Bischof verbreitet Lügen; das ist ein schlechtes Beispiel für unsere Jugend." Vera müsse statt Vermutungen und Verdächtigungen, die er ungeprüft aus dem Lager der unterlegenen Parteien übernehme, Beweise präsentieren.

Aus den Wahlen Anfang Juli war Nieto als Sieger hervorgegangen. Viele vor allem junge Mexikaner zweifeln das Wahlergebnis an. Die Studentenbewegung "yo soy 132" berichtete in den sozialen Netzwerken über Manipulationen und Unregelmäßigkeiten. Sie organisiert Demonstrationen, um gegen das aus ihrer Sicht irreguläre Ergebnis zu protestieren. Die Mexikanische Bischofskonferenz hatte dazu aufgerufen, die Wahlergebnisse zu akzeptieren, auch wenn es zahlreiche Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gebe.

Quelle: KNA