Mexiko |

Bischöfe stützen Wahlergebnis

Gut eine Woche nach den Präsidentschaftswahlen hat die Mexikanische Bischofskonferenz die Bürger des Landes dazu aufgerufen, die Ergebnisse des Urnengangs vom 1. Juli zu akzeptieren. "In jedem menschlichen Tun gibt es die Möglichkeit von Fehlern, Vergehen, Betrug und Verbrechen", heißt es in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung der Bischöfe. Im Großen und Ganzen hätten aber die Millionen von Wählern und die Wahlbehörde verantwortlich gehandelt und einen guten Job gemacht.

Bei den Wahlen war Enrique Pena Nieto von der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) als Sieger hervorgegangen. Viele junge Mexikaner zweifeln das Wahlergebnis an. Die Studentenbewegung "yo soy 132" berichtet im Internet über Manipulationen und Unregelmäßigkeiten. Tausende Demonstranten gingen zuletzt auf die Straßen, um gegen das ihrer Meinung nach irreguläre Ergebnis zu protestieren.

In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wies der neue Präsident die Anschuldigungen zurück. "Es war die am besten überwachte Wahl, die wir in den vergangenen Jahren gehabt haben." Wer etwa seiner Partei PRI vorwerfe, mit Geschenken die Wähler bestochen zu haben, beleidige das mexikanische Volk.

Zugleich kündigte Pena Nieto an, im Kampf gegen den Drogenhandel die Strategie seines Vorgängers Calderon zu modifizieren. Ihm gehe es darum, die Gewalt zu reduzieren. Dafür wolle er die Zahl der Bundespolizisten von derzeit 36.000 "auf mindestens 50.000" erhöhen, so Pena Nieta. Der Kurs von Ex-Präsident Calderon, mit Militäreinsätzen die Macht der Drogenbarone einzudämmen, gilt als gescheitert. Allein im vergangenen Jahr kamen offiziellen Angaben zufolge fast 13.000 Menschen im Drogenkrieg ums Leben.

Quelle: KNA