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Bewaffneter Angriff auf Journalist in Durango

Nach Angaben der Organisation Article 19 wurde am 24. März im nördlichen Bundesstaat Durango ein Angriff auf den Journalisten Víctor Montenegro verübt. Gegen Mitternacht hätten Unbekannte das Feuer auf das Haus der Mutter des Journalisten eröffnet, so die Organisation. Verletzt worden sei jedoch niemand, es sei lediglich Sachschaden entstanden, so Montenegro gegenüber Article 19.

Montenegro ist Herausgeber des Wochenblatter „El Contralor“ und Mitarbeiter von „Contralínea“ und „Lobo Times“. Antonio Martínez, Pressesprecher von Article 19 erklärte, es sei sicher, dass der Angriff im Bezug zur Arbeit des Journalisten gestanden habe. Um die Untersuchungen nicht zu gefährden, wollte er gegenüber der Nachrichtenagentur Púlsar jedoch keine weiteren Details nennen.

Journalistenvereinigung fordert gründliche Untersuchung

Die Journalistenvereinigung des Bundesstaates Durango hat den Vorfall in einer Erklärung scharf verurteilt und eine gründliche Untersuchung des Vorfalls gefordert. Die Organisation Article 19, die sich weltweit für die Meinungsfreiheit einsetzt, forderte zudem staatliche Schutzmaßnahmen für den Journalisten und dessen Familie.

Erst kürzlich hatte Article 19 einen Bericht veröffentlicht, wonach es in Mexiko in den letzten drei Jahren 565 Angriffe auf Pressemitarbeiter gegeben hat. Allein im vergangenen Jahr sind neun Journalisten ermordet worden. 2011 wurden auf Kommunikationsmedien und Pressevertreter insgesamt 172 Attentate verübt. Am meisten gefährdet sind laut Bericht Medienvertreter im südlichen Bundesstaat Veracruz. Dort hat es allein im vergangenen Jahr 29 Angriffe gegeben, in 2010 wurden 10 Fälle registriert. (bh)