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Benzinleck in Jalisco

In Tjajumulco im Westen des mexikanischen Bundesstaates Jalisco mussten aufgrund eines Lecks an einer Benzin-Pipeline 7.500 Menschen evakuiert werden. Die Ursache für das Leck war der Versuch eines Überfalls auf die Benzinreserven der Firma Pemex. Die Täter haben laut ersten Untersuchungen die Pipeline angebohrt, um so an das Benzin zu kommen. Ein Sprecher des Unternehmens gab bekannt, dass der Benzinfluss umgehend gestoppt wurde, sobald das Leck in den frühen Morgenstunden entdeckt wurde. Eine Angabe zu der genauen Menge des ausgetretenen Benzins konnte Pemex bisher nicht machen.

Laut Augenzeugenberichten konnte man noch aus der Ferne Benzin aus dem Leck in die Höhe schießen sehen. Den Behörden zufolge gab es dank der schnellen Evakuierung und des umgehenden Abstellens des Benzinzuflusses keine Verletzten oder gar Todesopfer zu beklagen. Die Behörden entschieden außerdem den Unterricht in 15 Schulen ausfallen zu lassen, um so zu vermeiden, dass die Kinder giftige Gase einatmen. Der Innenminister Jaliscos Arturo Zamora gab an, dass die Situation komplett unter Kontrolle sei und er davon ausgehe, dass die Betroffenen bald in ihre Häuser zurückkehren können.

Das Pipelinenetz der Firma Pemex ist regelmäßig das Opfer von Überfällen solcher Art. Die Firma veröffentlichte jüngst eine Statistik aus der hervorging, dass sie in den vergangenen fünf Jahren aufgrund von Überfällen Verluste in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar gemacht hat. (aj)