Kolumbien |

Bangen um entführte zehnjährige Bürgermeistertochter

Die Entführung eines zehnjährigen Mädchens hat in Kolumbien eine Welle der Solidarität ausgelöst. Für die Freilassung der vor wenigen Tagen von Unbekannten verschleppten Nohora Valentina Muñoz sind in dieser Woche tausende von Schulkindern auf die Straße gegangen. Papst Benedikt XVI. forderte in eine Botschaft die Entführer auf, das Kind freizulassen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die katholische Kirche in Kolumbien boten ihre Vermittlungsdienste an.

Gerüchte, dass das Kind in der Rebellenhochburg Arauca von Angehörigen der linksorientierten Guerilla-Organisation Farc entführt worden sei, bestätigten sich bislang nicht. Das zehnjährige Mädchen wurde am 29. September gemeinsam mit Mutter Pilar Gutierrez verschleppt. Gutierrez wurde wenig später freigelassen. Die Entführer, die in einer Botschaft mitteilten, dass es dem Kind gutgehe, fordern nach Medienberichten ein Lösegeld.

Vertreter verschiedener sozialer Verbände baten unterdessen den Vorsitzenden der kolumbianischen Bischofskonferenz (CEC), Erzbischof Ruben Salazar, in die Region zu kommen, um sich persönlich für die Freilassung des Kindes einzusetzen. CEC-Generalsekretär Weihbischof Juan Vicente Córdoba erklärte, die Kirche stehe wie in allen Entführungsfällen für eine vertrauensvolle Vermittlung zur Verfügung. (tk)