Mexiko |

Archäologen legen drei Spielfelder an der Stätte El Tajín frei

Ein Team von mexikanischen Archäologen hat Ende vergangener Woche in der prähistorischen Stätte von El Tajín, im Bundesstat Veracruz nahe der Ostküste, drei Spielfelder frei gelegt. Nach Angaben der örtlichen Experten lagen diese seit mehr als 1.000 Jahren unter einer Schicht aus Erde und Pflan-zen begraben. Sie seien wahrscheinlich zum Pelota-Spielen genutzt worden. Mit den drei neuen Spielfeldern, sind in El Tajín derzeit 20 solcher Felder zu sehen. El Tajín wird deswegen auch die Stadt des Pelota genannt.

Die drei Spielfelder sind durch den Einsatz einer neuen Technik entdeckt worden. Das Laser Scanning wird erst seit zwei Jahren in Mexiko eingesetzt. „Nun liefert es die ersten Ergebnisse“, so der For-scher Guadalupe Zetina. Die Technologie war vorher bereits in den Vereinigten Staaten und Ägypten genutzt worden. Neben den Pelota-Feldern konnten so außerdem zwei Balkone und ein Teil von Wohnhäusern ausgemacht werden. De Balkone sind Plattformen zwischen zehn und 12 Meter hoch und wurden höchstwahrscheinlich als Aussichtspunkte genutzt. Guadalupe Zetina zufolge könnte es durchaus noch weitere dieser Plattformen in El Tajín geben. Derzeit studiere sein Team die neu ent-deckten gründlich, um sich der Verwendung sicher sein zu können.

El Tajín ist eine prähistorische Ruinenstadt und gilt als ei der wichtisgten Städte des alten Mexikos. Ihre Blütezeit hatte El Tajín zwischen 700 und 900 nach Christi. Um 1200 wurde die Stadt höchst-wahrscheinlich komplett verlassen. Es wird davon ausgegangen, dass sie von den Tatonaken gegrün-det wurde, die sie vermutlich auch als Hauptstadt nutzten. Die Ausgrabungen an der Stadt, die seit 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, haben in den 1930er Jahren begonnen. Bis heute ist ledig-lich ein Viertel der kompletten Stadt frei gelegt worden. (aj)