Uruguay |

Apothekenverkauf von Cannabisprodukten genehmigt

Coca-Medizin an einer Straßenapotheke (Symbolfoto). Foto: Adveniat/Pohl
Coca-Medizin an einer Straßenapotheke (Symbolfoto). Foto: Adveniat/Pohl

Seit dieser Woche können Apotheken in Uruguay Produkte auf der Grundlage von Cannabis verkaufen. Die Regierung des südamerikanischen Landes gab den Verkauf durch die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes zu Wochenbeginn frei, so Medienberichte am Donnerstag, den 19. Oktober 2017.

Beschränkter THC-Gehalt

Gesundheitsminister Jorge Basso zufolge seien "pharmazeutische Spezialerzeugnisse mit Cannabidiol als Hauptwirkstoff" erlaubt, hergestellt aus "Cannabisextrakten ohne psychoaktive Wirkung", zitiert die Nachrichtenagentur EFE den Politiker. Bereits im Juli war der Verkauf von unverarbeitetem Marihuana gestartet.

Daten der staatlichen Cannabiskontrollbehörde zufolge gibt es 14.739 registrierte Patienten, die unverarbeitetes Marihuana aus medizinischen Gründen kaufen dürfen. Die neuen Produkte dürfen ein Prozent Cannabidiol, medizinischer Wirkstoff der Pflanze, und weniger als 1 Prozent Tetrahydrocannabidiol (THC) enthalten. Die neue Regelung erlaubt die "Herstellung von Medizin ohne besondere Genehmigungen", unterstrich Diego Olivera, Direktor der Nationalen Drogenkommission gegenüber der Nachrichtenagentur AP die Vorteile der Freigabe. (bb)