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Amazonas-Synode: Österreicher bekennt sich zu Diebstahl von Indigenenfiguren

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Bei einer Gebetszeremonie in den Vatikanischen Gärten waren die Holzfiguren als Symbol des Lebens zum Einsatz gekommen. Foto: Screenshot Youtube

Ein Österreicher hat sich zum Diebstahl indigener Holzfiguren aus einer Kirche in Rom während der Amazonas-Synode bekannt. Er habe die Figuren vor zwei Wochen in den Tiber geworfen, sagte der Wiener Student Alexander Tschugguel in einem am Montag, 4. November 2019, veröffentlichten Video. Mit der Aufstellung der "Kultbilder" in der unweit des Vatikan gelegenen Kirche Santa Maria in Traspontina sei aus seiner Sicht gegen das Erste Gebot verstoßen worden ("Du sollst keine anderen Götter neben mir haben"), so der Aktivist. Er habe die Figuren aus der Kirche entfernen wollen, um zu zeigen, dass es Laien gebe, die derartige Dinge nicht länger akzeptierten.

Tschugguel ist in Österreich und Deutschland in der Lebensschutzbewegungen aktiv. Auf einschlägigen konservativen Websites wurde er am Montag als "intelligenter" und "charakterstarker" "Pfundskerl" gelobt, der den Mut gehabt habe, die "heidnischen" Figuren in den Fluss zu werfen.

Die Aktion des Österreichers hatte bei der Amazonas-Synode im Vatikan international für Aufsehen gesorgt. In den Sozialen Medien waren die indigenen Bildnisse zuvor unter anderem als "Götzenbilder" bezeichnet worden. Papst Franziskus bat all jene um Verzeihung, die sich durch den Diebstahl verletzt fühlten. Die Darstellungen seien Teil einer Randveranstaltung der Synode und "ohne götzendienerische Absicht" in der Kirche ausgestellt gewesen, so der Papst. Das Netzwerk "Red Iglesias y Minería" (Kirche und Bergbau) kommentierte den Diebstahl auf seiner Internetseite als Strategie, die Angst der Menschen vor dem Fremden zu instrumentalisieren. 

 

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