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49 Tote in Monterrey gefunden

Mexikos Bürgerkrieg zwischen verfeindeten Drogenkartellen nimmt immer blutigere Ausmaße an. An einer Schnellstraße nahe Monterrey im Norden Mexikos haben Behörden am Sonntag 49 enthauptete Leichen gefunden. Laut Polizeiangaben sei den 43 Männern und sechs Frauen Hände und Füße abgeschnitten worden, ihre Körper seien in einem Radius von 15 Meter verteilt worden. Für das Massaker in der Stadt Cadereyta habe sich das Drogenkartell »Los Zetas« unter Führung von Heriberto Lazcano Lazcano, alias »El Lazca« bekannt, erklärten Regierungsbehörden im Bundesstaat Nuevo Leon.

Der Inhalt einer am Tatort gefundenen Botschaft an ein rivalisierenden Kartell wurde unter Verschluss gehalten. Laut US-Anti-Drogenbehörde DEA ist Cadereyta eine der wichtigsten Routen von Migranten, Kokain und Treibstoff-Raub und darum stark umkämpftes Gebiet zwischen den Kartellen »Los Zetas«, Golf-Kartell und Sinaloa-Kartell. »Die drei Kartelle schicken sich direkte Nachrichten und lassen diese auch den Behörden und der Bevölkerung zukommen, womit versucht wird Angst zu schüren und somit Kontrolle über das Gebiet zu erhalten«, zitiert die Tageszeitung »El Informador« einen DEA-Agenten.

Der jüngste Leichenfund reiht sich ein in eine Serie von Massakern. Im September 2011 wurden 35 Tote mit Folterzeichen in der Tourismuszone von Veracruz gefunden, im November 23 Leichen auf einer Durchgangsstraße in Guadalajara. Am 4. Mai wurde im Bundesstaat Tamaulipas neun Personen, davon vier Frauen, an einer Brücke aufgehängt, an einem anderen Ort fanden Behörden 14 Körper ohne Kopf in einem Auto. Am 9. Mai wurden wenige Kilometer von der Bundesstraße Chapala-Guadalajara 18 Tote in einem verlassenen LKW gefunden. Von neun identifizierten Opfern gehörte keiner einem Drogenkartell an. (bb)