Kolumbien |

18.000 Kinder dienen als Soldaten

Mehr als 18.000 Kinder und Jugendliche in Kolumbien dienen derzeit als Kindersoldaten. Wie die Tageszeitung "El Tiempo" unter Verweis auf eine staatliche Studie berichtet, werden die Minderjährigen durchschnittlich im Alter von 12 Jahren zum Waffendienst bei illegalen bewaffneten Gruppen gezwungen. Besonders besorgniserregend sei die wachsende Zahl von Mädchen, die mittlerweile 43 Prozent der Kindersoldaten ausmachten. Die Mehrzahl der Kinder sei von der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC und rechtsgerichteten Paramilitärs rekrutiert, so die Untersuchung des staatlichen Instituts "Instituto Colombiano de Bienestar Familiar".

Betroffen seien vor allem Kinder indigener Herkunft. Diese stünden nach Angaben des Instituts 674 Mal häufiger in der Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden oder zum Dienst an der Waffe gezwungen zu werden. Insgesamt habe die Zahl von Kindersoldaten in Kolumbien in den vergangenen vier Jahren deutlich zugenommen. In Kolumbien herrscht seit Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt zwischen linksgerichteten Guerilla-Gruppen, rechtsgerichteten Paramilitärs und der regulären Armee.

Quelle: KNA