Kolumbien |

100.000 kostenfreie Unterkünfte für die "Ärmsten der Armen"

Die kolumbianische Regierung will mit einem ehrgeizigen Wohnungsbau-Projekt die Situation der armen Bevölkerung des südamerikanischen Landes nachhaltig verbessern. In einem Interview mit der Tageszeitung "El Tiempo" kündigte Wohnungsbauminister German Vargas den Bau von 100.000 kostenfreien Unterkünften für sozialschwache Kolumbianer an. Das Programm sei das revolutionärste Projekt, das jemals in Kolumbien angepackt worden sei, verspricht Vargas. Nutznießer sind nach Angaben des ehemaligen Innenministers die "Ärmsten der Armen". Zielgruppe des von Präsident Juan Manuel Santos angekündigt Sozialplans seien alle Kolumbianer, die weniger als das 1,7 fache des Mindestlohns (etwa 300 Euro monatlich) verdienen. Priorität hätten zunächst die zahlreichen Opfer der Überflutungen der letzten Jahre, erklärte Vargas. Die Kosten des Aufbauprogramms beziffert die Regierung auf umgerechnet etwa 150 Millionen Euro. Zunächst sollen in einem ersten Schritt 100.000 kostenfreie Unterkünfte errichtet werden. Laut Zeitplan werden die ersten Häuser zwölf Monate nach der Unterzeichnung der Verträge mit den Baufirmen übergeben. (TK)