Ecuador |

1.000 neue Sozial-Kitas bis 2017

Ecuadors Regierung will mehr gegen Kinderarmut und Kinderarbeit tun. Bis 2017 wolle Quito darum jährlich 250 „Kinderzentren für das Buen Vivir“ (CIBV) einrichten, vermeldete die staatliche Nachrichtenagentur ANDES am Dienstag, 27. August. Im ganzen Land sollen so insgesamt 1.000 Sozial-Krippen für Mädchen und Jungen unter drei Jahren aus einkommensschwachen Familien entstehen.

Die mit Spielplätzen, Schlaf- und Aufenthaltsräumen, Bad und WC sowie einer Krankenstation ausgestatteten CIBV sollen Eltern, die die herkömmliche Kinderbetreuung nicht bezahlne können, während ihrer Arbeitszeit unter die Arme greifen, so das Ministerium für soziale und wirtschaftliche Inklusion. Bisher gibt es in Ecuador bereits 3900 CIBV. An die 40 Millionen US-Dollar werden für rund 480.000 anspruchsberechtigte Kinder ausgegeben, informiert das Ministerium.

Auch werden Erzieher mit Sonderausbildung in kindlicher Entwicklung und Ernährung ausgebildet. Der Kampf für mehr Kinderrechte trägt in Ecuador zunehmend Früchte. So ging die Zahl der Kinderarbeit in den letzten sechs Jahren von 17 Prozent auf 8,3 Prozent zurück. „Im Land gibt es rund 4,2 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, von denen 359.000 einer Arbeit nachgehen“, gab der Direktor des Nationalen Statistikinstituts letzte Woche neue Zahlen bekannt. Dieser Index sei niedriger als in Paraguay, Peru, Bolivien und Kolumbien, so José Rosero. (bb)