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Zwölf Aparecida-Pilger sterben bei Schiffunglück

Bei einer Flusszeremonie zu Ehren von Brasiliens Schutzheiligen Nossa Senhora da Conceição Aparecida sind am Wochenende mindestens zwölf Pilger ums Leben gekommen. Wie die Tageszeitung OGlobo berichtet, sei das Boot „Reis I“ am Sonntagmorgen, 13. Oktober 2013, auf dem Amazonas-Fluss nahe der Bundesstaat-Kapitale Macapá gekentert. Unter den Opfern, von denen die Mehrzahl bereits identifiziert ist, befindet sich auch der Kapitän des Schiffs Reginaldo Reis Nobre.

Angaben der Rettungskräfte zufolge sei das Pilgerboot für den Transport von 40 Menschen ausgerichtet gewesen. Zum Zeitpunkt der „Círio“-Flusszeremonie hätten sich jedoch mindestens 70 Gläubige an Bord befunden. Erste Meldungen der Behörden waren sogar von 100 Menschen auf dem gesunkenen Schiff ausgegangen. Diese Angaben waren jedoch am Sonntagabend nach unten korrigiert worden, so OGlobo.

Beim Ablegen im Hafen der Kleinstadt Santana, rund 20 Kilometer von Macapá, sei die Passagierzahl noch überprüft worden, versicherten die Betreiber des Schiffes gegenüber lokalen Medien. An der alljährlichen Zeremonie auf dem Amazonas nahmen auch an diesem 12. Oktober mehr als 15.000 Boote teil. Der Schutzheiligen von Aparecida werden mehrere Wunder zugesprochen, unter anderem die Rettung zweier Fischer aus einem reißenden Fluss. (bb)