Argentinien |

Zwei Tote bei Ausschreitungen in Cordoba

Bei Ausschreitungen in der argentinischen Stadt Cordoba sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Stadt erlebte in den vergangenen 36 Stunden eine Welle der Gewalt und Plünderungen. Zahlreiche Supermärkte und Geschäfte wurden ausgeraubt. Bei den Ausschreitungen ist ein 30-jähriger Mann erschossen worden. Er erlag seiner Verletzung im Krankenhaus. Außerdem kam ein 85-Jähriger ums Leben als Unbekannte in seine Wohnung eindrangen und er einen Schwächeanfall erlit. Laut Angaben der Notaufnahmen wurden außerdem 200 Personen verletzt.

Die Ereignisse standen im Zusammenhang mit einem Streik der örtlichen Polizei. Eineinhalb Tage lang legten die cordobanischen Polizisten die Arbeit nieder, um so ihrer Forderung nach einer Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen. Am Mittwoch konnten die lokalen Behörden eine Einigung mit der Polizei verkünden. Der Mindestlohn für die Sicherheitsbeamten soll in Zukunft erhöht werden. Außerdem ist die Zahlung von Extras vorgesehen. Die Polizisten sind am Mittwochmittag auf die Straßen zurückgekehrt.

Trotzdem bleiben viele Geschäfte, Banken und Schulen am Mittwoch aus Sicherheitsgründen weiterhin geschlossen. Auf dem Höhepunkt der Unruhen baten die lokalen Behörden die Regierung um die Entsendung von Sicherheitskräften. Aufgrund der schnellen Übereinkunft wurde diese Maßnahme aber nicht umgesetzt. (aj)