Panama |

Zuviel Kinderarbeit

Eine in Panama verwirklichte Studie über die Kinderarbeit im mittelamerikanischen Land zeigt, dass vor allem in ländlichen Gebieten und unter den Ureinwohnern viele Kinder arbeiten müssen. Die in diesem Jahr veröffentlichte Untersuchung „Analyse der Kinderarbeit in Panama 2000-2008“ beschreibt unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten müssen. Ziel der Studie ist es, „wirksame Instrumente darzustellen, zu formulieren und zum Einsatz zu bringen, um aus Panama ein Land ohne Kinderarbeit zu machen“, so die Autoren. Bis im Jahr 2015 sollten die schlimmsten Formen der Kinderarbeit abgeschafft werden.
Waren es 2000 rund 750.000 panamesische Kinder, die arbeiten mussten, ist ihre Zahl bis 2008 auf knapp 830.000 angestiegen. 73 Prozent der arbeitenden Kinder leben auf dem Land.
Die Mehrheit der Kinderarbeiter, rund 61 Prozent, arbeiten in der Land- und Viehwirtschaft.
Wie die Untersuchung weiter aufdeckt, tragen 83 Prozent der arbeitenden Kinder und Jugendliche gesundheitliche Schäden davon. Immerhin ist die Zahl der Arbeitsstunden in den Jahren gesunken – von 30,6 in 2000 auf 22,4 in 2008.
Das Recht auf Schule und Bildung werde den arbeitenden Kindern und Jugendlichen vorenthalten, beklagen die Autoren der Studie. Und von den jungen Menschen, die gleichzeitig arbeiten und zur Schule gehen, könnten mehr als zwei Drittel aus Müdigkeit und Überforderung keine guten schulischen Leistungen erbringen.
Die Untersuchung wurde vom Ministerium für Arbeit und Entwicklung, der Ombusfrau der Republik Panama, dem Ministerium für soziale Entwicklung, dem Programm zur Abschaffung von Kinderarbeit (IPEC) und der Internationalen Arbeitsorganisation (OIT) durchgeführt.

Quelle: adital