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Zugang zu Wasser immer schwieriger

In Lateinamerika und in der Karibik sorgt das Bevölkerungswachstum zunehmend dafür, dass Wasser knapp wird. Nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO mangelt es in der Region rund 120 Millionen Menschen an Trinkwasser.

Privatisierungen: Wasser als Ware

Es handele sich um die am stärksten verstädterte Region auf der Welt. 78 Prozent der 590 Millionen Menschen lebten in städtischen Zonen. Im Jahr 2050 werde der Anteil möglicherweise sogar 88 Prozent betragen. Mexiko-Stadt und São Paulo zählen bereits heute mehr als 15 Millionen Einwohner.

Einige Länder haben die Bedeutung der Wasserversorgung erkannt: So nahmen Ecuador und Uruguay Wasser als fundamentales Menschenrecht in ihre Verfassungen auf. Sie reagierten hiermit auch auf die Privatisierungswelle der ´90 er Jahre und zu Beginn dieses Jahrhunderts, die den Versorgungsbereich erfasst hatte.

Arme zahlen deutlich mehr

Haushalte mit niedrigem Einkommen werden noch zusätzlich dadurch belastet, dass sie Wasser kaufen müssen, da sie nicht ans Netz angeschlossen sind. FAO-Angaben zufolge zahlen die Armen 50 Prozent mehr für Wasser als sehr gut Verdienende. Das explosive Wachstum der Städte verschärft das Problem weiter. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren und Überschwemmungen. (bs)

Quelle: Noticias Aliadas