Ecuador |

Zeitenwende zur Rettung des Regenwaldes

Zahlreiche internationale Umweltschuz-Organisationen haben die Unterzeichnung des Treuhandfonds zwischen Ecuador und UNDP zum Schutz des ITT-Gebietes im Amazonas als wegweisenenden Schritt gelobt. Die Idee: Ecuador, belässt das öl unter dem artenreichen Yasuní-Nationalpark im Boden und erhält dafür von den Vereinten Nationen Ausgleichszahlungen. Damit wird der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe forcierte CO²-Ausstoß gemindert.

In nackten Zahlen bedeutet dies, dass die Vereinten Nationen für Ecuador einen 3,5 Milliarden Dollar schweren Fonds einrichten. Die Summer entspricht etwa der Hälfte der durch eine Förderung entgangenen ölmilliarden. Der Atmosphäre bleiben dadurch rund 400 Millionen Tonnen CO2 erspart.

"Das ist ein Erfolg der Arbeit der letzten drei Jahre", sagte Matt Finer von der Umweltschutzorganisation Save America´s Forests. "Mit der Unterzeichnung des Treuhandfonds ist der Weg frei für die Rettung eines wichtigen Teils des Regenwaldes im Yasuní-Nationalpark. Die Freude darüber ist groß, denn erstmals ist ein Förderland wie Ecuador bereit, auf öl-Einkommen zu verzichten und dem Schutz des unschätzbaren Regenwaldes Vorrang zu gewähren", erklärte Ute Koczy, Sprecherin für Entwicklungspolitik von den Grünen-Bundestragsfraktion.

Rebeca Grynspan vom UN-Entwicklungsprogramm erklärte nach der Vertragsunterzeichnung mit der ecuadorianischen Regierung: "Die Unterschrift ist ein Beispiel dafür, wie man eine Naturzerstörung mit unumkehrbaren Konsequenzen verhindern kann." Allerdings ist der Vertrag mit der ecuadorianischen Regierung erst der erste Schritt. Die UN-Mitgliedsstaaten müssen nun die zuständigen Mittel bereitstellen. Matt Finer (Save America´s Forests): "Warten wir ab ob die Länder die Idee tatsächlich unterstützen". (tk)