Kolumbien |

Zehntausende unterstützen Streik der Farmer

Mehrere zehntausend Kolumbianer sind am Donnerstag, 28. August, in der Hauptstadt Bogotá auf die Straßen gegangen, um den Streik der Farmer zu unterstützen. Insgesamt 17 Protestmärsche starteten an unterschiedlichen Punkten der Millionenmetropole und vereinten sich zu einem großen Demonstrationszug. Unter den Protestlern befanden sich sowohl Angestellte des Gesundheitssektors als auch Lehrer und Studenten.

Bauern in ganz Kolumbien haben vor elf Tagen ihre Arbeit niedergelegt, um damit ihren Unmut über die Wirtschaftspolitik der Regierung auszudrücken. Durch die kürzlich in Kraft getretenen Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union und den USA werde der kolumbianische Markt mit günstigen Agrarprodukten überschwemmt. Weiterhin seien die notwendigen Importprodukte immer teurer geworden. Die Bauern werfen der Regierung vor, sie mit ihrer Wirtschaftspolitik in den Bankrott zu treiben.

Juan Manuel Santos mahnt zum Protest ohne Gewalt

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat die Protestler zum Verzicht auf Gewalt aufge-rufen. Die Demonstranten hätten das gute Recht auf die Straße zu gehen, der einzige Weg zur Lösung sei jedoch der Dialog, so das kolumbianische Staatsoberhaupt. Die Regierung und Vertreter der Farmer verhandeln bereits seit mehreren Tagen, bisher jedoch ohne ein Ergebnis zu erzielen. Santos hat den Bauern bessere Preise für ihre Produkte sowie einen erleichterten Zugang zu Krediten zugesagt. Dies wurde von Seiten der Landwirte jedoch als unzureichend abgewiesen. (aj)