Chile |

Zehntausende Studenten auf der Straße

Zehntausende Studenten haben am Mittwoch auf den Straßen Santiago de Chiles erneut für ein besseres Bildungssystem in dem südamerikanischen Land protestiert. De Organisatoren der Demonstration sprachen von einer Teilnehmerzahl um die 80.0000. Auch in anderen Städten- wie Valparaíso und Concepción- gingen die Studenten auf die Straße. Die Demonstrationen verliefen größtenteils friedlich und besonders in der Hauptstadt berichteten lokale Medien über eine fröhliche Atmosphäre, die einem Straßenfest glich.

Der chilenische Präsident Sebastian Piñera kündigte am selben Tag im nationalen Fernsehen an, dass er die staatlichen Mehreinnahmen durch eine Steuerreform dem Bildungssystem zugutekommen lassen werde. Außerdem sprach er von einer Senkung der Zinsen der Studienkredite von 12 auf sechs Prozent. „Dank dieser Maßnahmen wird nie wieder ein Chilene von höherer Bildung ausgeschlossen sein“, so das Staatsoberhaupt.

Der Studentenbewegung ist das nicht genug. Sie protestiert seit einem knappen Jahr für eine komplett kostenfreie und qualitativ hochwertige Bildung, die allen Chilenen zugänglich ist. Bildung sei mit den vorgeschlagene Maßnahmen Piñeras immer noch kein Grundrecht, sonder nach wie vor eine Ware, sagte der Studentenführer Gabriel Boric der spanischen Nachrichtenagentur Efe: “Wir werden weitermachen, wir werden Geschichte schreiben“. (aj)