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Zapatisten begehen 20-jähriges Jubiläum

Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) hat am Mittwoch das 20-jährige Jubiläum des bewaffneten Aufstandes vom 01. Januar 1994 begangen. Damals besetzten die Rebellen mehrere Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zu den Feierlichkeiten der Zapatisten erschienen tausende nationale und internationale Sympathisanten. Die insgesamt mehr als 30 zapatistischen Gemeinden feierten mit Musik, Tanz und traditionellem Essen.

Die EZLN bekräftigtem bei diesem Anlass noch einmal die Forderung nach einer Verfassungsänderung, die ihnen auch zukünftig Autonomie garantiert. Weiterhin betonten die Aktivisten, die sich gegen neoliberale Politik und für die Rechte Indigener einsetzen, dass sie ihren Widerstand nicht aufgeben werden. Der Anführer der EZLN, Subcomandante Marcos, der sich im März 2013 komplett aus der öffentlichkeit zurückgezogen hatte, erschien nicht zu dem Jubiläum. Er äußerte sich kurz vor Weihnachten in einem Brief: "Es ist genau so kalt, wie es vor 20 Jahren auch war", heißt es darin.

Auch die Kommandantin Hortensia machte in einer offiziellen Erklärung zum 20. Jubiläum deutlich, dass mit der EZLN in Zukunft weiterhin zu rechnen sei. Sie rief darin dazu auf, den Kampf auf alle Ebenen zu heben und so die Autonomie der indigenen Völker zu sichern. Der Zuständige für den Dialog mit den indigenen Völkern Mexikos, Jaime Martinez, kann sich ein Zugeständnis seitens der Regierung von Enrique Peña Nieto durchaus vorstellen. "Ich bin zuversichtlich, dass 2014 das Jahr sein wird, in dem die Beziehungen zwischen dem mexikanischen Staat und den indigenen Völkern auf eine neue Grundlage gestellt werden", sagte er gegenüber der Presse. (aj)

 

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