Chile |

Zahlreiche Brände zerstören 40.000 Hektar

Die chilenischen Behörden haben aufgrund von Rauchbildung durch zahlreiche Waldbrände für vier Regionen des Landes einen gesundheitlichen Warnhinweis herausgegeben. Dieser gilt für Santiago de Chile, Vaparaíso, Maule und Araucania. Laut dem Präsidenten Sebastian Piñera wurden in den vergangenen Wochen mehr als 70 Waldbrände verzeichnet, die unter anderem Santiago sowie andere chilenische Städte in eine dichte Rauchwolke hüllen. Die Bevölkerung ist hier besonders gefährdet, sich Atemwegserkrankungen zuzuziehen. Die Bewohner Santiagos atmen die schlechteste Luft seit 15 Jahren. Laut Stadtregierung würden die Feuer selbst die Millionenmetropole aber nicht erreichen.

In vielen anderen Orten des Landes bedrohen die Flammen Häuser und Besitz von zahllosen Chilenen. Anfang dieser Woche hatten die Behörden für die Region Maule bereits die Alarmstufe rot herausgegeben. Allein dort wurden 19 Feuer verzeichnet. Der schwerste Brand wurde in der Gemeinde Melipilla beobachtet. 11.000 Hektar Wald wurden zerstört. Insgesamt verbrannte in den letzten Wochen nach offiziellen Angaben 40.000 Hektar Wald. Die wirtschaftlichen Schäden werden auf rund 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die Feuerwehr hat vor allem wegen der klimatischen Bedingungen Probleme, die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Hohe Temperaturen über 30 Grad, eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit und anhaltender Wind sorgen dafür, dass die Feuer sich rasend schnell ausbreiten. Auch für die nächsten Tage können Meteorologen keine Entwarnung geben. Sowohl die Temperaturen als auch der Wind sollen weiter zunehmen. (aj)