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Yanomami beklagen zahlreiche Grippe-Tote

In Venezuela beklagt der Stamm der Yanomami zahlreiche Todesfälle durch eine bislang noch nicht genau definierte Malaria-Epedemie. Wie die Tageszeitung "El Nuevo Heraldo" berichtet, seien mehr als 50 Angehörige der indigenen Ureinwohner der malaria-ähnlichen Grippe zum Opfer gefallen. Die Yanomami zählen zu den südamerikanischen Stämmen, die kaum Kontakt zur "modernen" Welt aufgenommen haben.

Es gebe zahlreiche Yanomami die immer noch erkrankt seien, erklärte Helfer Andrés Blanco, der sich zu dem Stamm durchschlagen konnte. Blanco gehört ebenfalls dem Yanomami-Stamm an und arbeitet in einem staatlichen Gesundheitsprogramm für die indigenen Gemeinden in Venezuela.

"Ich habe so etwas noch nie gesehen", erklärte Helfer Shatiwe Luis Ahiwei. Dort ausgebrochene Malaria-Form sei offenbar einer der gefährlichsten Arten. Im Grenzegebiet zwischen Venezuela und Brasilien leben laut Schätzungen etwa 30.000 Yanomami. (TK)