|

WJT: Ein kleiner Bus soll Großes bewirken

Rio de Janeiro. „Es ist nur ein kleiner Bus, aber er soll Großes bewirken, er soll Leben retten!“ Das hat Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck betont, als er dem Erzbischof von Rio de Janeiro, Oraní João Tempesta, am 22. Juli symbolisch ein rotes Modellauto überreichte. Adveniat übergibt einen Kleinbus an die Abteilung für Drogensüchtige des Krankenhauses „São Francisco de Assis“, die im Rahmen des Weltjugendtages am Mittwoch, 24. Juli von Papst Franziskus eingeweiht wird. Die Arbeit mit Drogenabhängigen und ihren Familien ist laut Overbeck immer auch eine aufsuchende Arbeit, für die ein zuverlässiges Fahrzeug notwendig sei. „Adveniat steht seit über 50 Jahren an der Seite der Armen in Lateinamerika. Wir tun das, weil wir in der Nachfolge Jesu Christi handeln, der sich gerade mit den Armen und Ausgeschlossenen solidarisiert hat. Die Armen unserer Zeit, das sind die Drogenabhängigen, die Prostituierten, die Flüchtlinge, die Bettler, die Menschen gerade auch hier in den Favelas, denen oft jede Perspektive fehlt. Für sie sind wir da, sie sind unsere Schwestern und Brüder, ihnen gilt unsere Solidarität“, unterstrich Bischof Overbeck. Die Drogenproblematik ist laut Tempesta in Rio de Janeiro sehr gravierend, deshalb sei Hilfe dringend notwendig. „Wir verstehen die Entzugsklinik als konkreten Auftrag der Kirche für die Jugend“, sagte Tempesta. Sie sei ein nachhaltiges Projekt, das über den Weltjugendtag hinaus bestehe. Insbesondere im Hinblick auf die derzeitigen Proteste in Brasilien sei die Solidarität der Menschen aus Deutschland besonders wichtig, sagte der Erzbischof und dankte für die langjährige Unterstützung durch das Hilfswerk Adveniat.

Fotos bei KNA-Bild