Chile |

Wissenschaftler erfinden wasserlösliche Plastiktüte

Plastikmüll an einem Flussufer im peruanischen Amazonastiefland. Foto: Adveniat/Tina Umlauf
Plastikmüll an einem Flussufer im peruanischen Amazonastiefland. Foto: Adveniat/Tina Umlauf

In Chile haben Wissenschaftler eine Plastiktüte erfunden, die komplett ohne Erdölbestandteile auskommt. Die neue Technologie sei zu 100 Prozent wasserlöslich und könne damit die alten, umweltschädlichen Plastiktüten ersetzen, wurde die Erfindung diese Woche in Chiles Hauptstadt Santiago de Chile vorgestellt, so die Nachrichtenagentur EFE.

Die Tüte sieht aus wie die bisherigen Plastiktüten, bei langem Kontakt mit Wasser löst diese sich jedoch auf und hinterlässt keine umwelt- oder gesundheitsschädlichen Rückstände, demonstrierten die Ingenieure vom Unternehmen "Solubag" ihr neues Produkt. Als Beiweis für die Unbedenklichkeit für Umwelt und Mensch trank "Solubag"-Manager Roberto Astete das Wasser mit der aufgelösten Tüte am Ende der Präsentation schließlich aus.

"Wenn die Tüte kaputt geht, landet sich nicht wie bisher auf dem Müll, stattdessen löse ich sie in Wasser auf und bin das Problem los", zitiert EFE den Werbechef des Unternehmens, Cristian Olivares. Bisher produziert die Firma Tüten in China. In Chile tritt demnächst wegen der Flut von Plastiktüten ein Gesetz in Kraft, das die Verwendung von Erdölderivaten für deren Herstellung verbietet. (bb)