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Wirtschaft erholt sich weiter von Krise

Wie aus einem jüngsten Bericht der »Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik« (CEPAL) hervorgeht, haben sich die Volkwirtschaften des Kontinents nach der Weltwirtschaftskrise von 2009 als Folge der Banken- und Finanzkrise von 2007/2008 erholt. Das hohe Niveau einer Wachstumsrate von sechs Prozent in 2010 würde sich im kommenden Jahr nicht wiederholen, so das Ende letzter Woche am Rande einer Konferenz vorgestellte Papier.

Für 2011 erwarten die CEPAL-Statistiker ein Steigerung der Wirtschaftsleistung um 4,2 Prozent. Doch der Wachstum ist nicht nachhaltig und sorgt kaum für Entwicklung verarbeitender Industrien. Der Grund dieses Wachstums sei vor allem in den hohen Weltmarktpreisen für Rohstoffe zu finden. Von einer Überwindung des »Rohstofffluches« könne nicht die Rede sein, warnt die UN-Kommission vor einem »Rückfall« der lateinamerikanischen ökonomien in die totale Exportabhängigkeit von unverarbeiteten Produkten wie öl, Gas, Soja, Kaffee, Kupfer, Eisen und Kohle.

Auf dem am Montag im schweizerischen Ferienort Davos zu Ende gegangenen »Weltwirtschaftsforum« (WEF) hatten Unternehmer und Politik Lateinamerika noch als »Motor für den Wachstum der Weltwirtschaft« gefeiert. (bb)