Chile |

Westerwelle besucht Erdbebenregion

Mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist der erste europäische Politiker in das vom Erdbeben getroffene Chile gereist. Bei einem Treffen mit Regierungsvertretern des Landes sagte er am Sonntag (7.3.) eine Soforthilfe von 630.000 Euro für Notunterkünfte und den Wiederaufbau zu. Die Delegation hatte auch einen Generator für die deutsche Ordensschwester Karoline Mayer im Gepäck. Das von ihr geleitete Gesundheitszentrum Consultorio Cristo Vive in der Nähe der Hauptstadt Santiago behandelte unter widrigen Bedingungen und trotz häufiger Stromausfälle zahlreiche Erdbebenopfer.<n360text>

Bei dem Beben der Stärke 8,8 vom 27. Februar starben laut offiziellen Angaben über 500 Menschen, Tausende Menschen sind seither obdachlos. In dem Katastrophengebiet kam es zu Plünderungen und Gewaltausbrüchen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich erschüttert vom Ausmaß der Verwüstung. Zuvor hatte er bei einem Treffen mit Chiles Präsidentin Michelle Bachelet zehn Millionen US-Dollar Soforthilfe zugesagt.

Westerwelle befindet sich derzeit auf einer einwöchigen Reise durch die Region. Es handelt sich um die bisher längste Auslandsvisite seiner Amtszeit. Er halte Lateinamerika für einen "unterschätzten Kontinent mit enormem Potenzial", so der Politiker. Weitere Stationen des Außenministers sind Uruguay und Brasilien. Am Montag traf Westerwelle in Buenos Aires mit der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Auslandsschulden Argentiniens und ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur.

Quelle: KNA

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