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Weltkulturerbe Quito soll von Kaugummiresten befreit werden

Quito will verstärkt gegen Kaugummireste in der Stadt angehen. Das staatliche Unternehmen Emaseo, das bereits seit 2010 im Rahmen der Kampagne „Sauberes Quito“ (Quito Limpiecito) Straßen und Plätze von Resten der Gummimasse reinigt, will nun auch mit Wandbildern und Kunst die Bürger der Stadt animieren, keinen Kaugummi mehr auf Straßen und Plätze zu spucken. Vor allem die Altstadt und das moderne Viertel „La Mariscal“ sollen ins Visier genommen werden.

Seit Beginn der Kampagne seien bereits 1,2 Millionen Kaugummis auf einer Fläche von 500.000 m² von den Straßen der Stadt gespült worden. In diesem Jahr will das Unternehmen Emaseo verstärkt stark frequentierte Metro-Bushaltestellen ins Visier nehmen und dort auch die Menschen sensibilisieren. Ausgespuckte Kaugummis „stellen eine Umweltverschmutzung dar, sind Infektionsherde und schädigen das Weltkulturerbe“, erklärte María Córdoba, Kampagnensprecherin des Unternehmens gegenüber Pressevertretern. Die Altstadt der ecuadorianischen Hauptstadt Quito gehört seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Kampf gegen die Kaugummiverschmutzung ist Teil eines Projekts für ein sauberes Kulturerbe.

Kunst und Wandbilder sollen sensibilisieren

Ein Kaugummi koste lediglich 30 Cent, einen ausgespuckten Kaugummi zu beseitigen jedoch 60 Cent, so Córdoba. Die Kosten pro gereinigten Quadratmeter belaufen sich auf 12 US-Dollar. Die Reinigung sei so teuer, weil dazu Hochdruckreiniger und ein Spezialmittel notwendig seien. Bereits jetzt muss, wer beim Ausspucken eines Kaugummis erwischt wird, 63 US-Dollar Strafe zahlen, Wiederholungstäter werden mit 126 US-Dollar belangt.

Die Händler von Kaugummis haben sich der Kampagne angeschlossen und wollen Wände installieren, auf denen Personen mit Kaugummi Umweltbotschaften hinterlassen können. Auf der Plaza de las Américas soll zudem ein Kunstprojekt aus Kaugummi entstehen. (bh)