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Weltjugendtag mit vergleichsweise wenigen deutschen Teilnehmern

Die Zahl der deutschen Teilnehmer am Weltjugendtag in Rio de Janeiro liegt voraussichtlich deutlich unter der Marke der bisherigen Großtreffen. Er rechne mit etwa 2.500 jungen Menschen, die nach Brasilien reisen, sagte Markus Hartmann von der Arbeitsstelle Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz am 31. Januar der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Düsseldorf. Zu den voherigen Treffen dieser Art 2011 in Madrid und 2008 in Sydney kamen 16.500 beziehungsweise 6.000 Jugendliche aus Deutschland. 2005 fand der Weltjugendtag in Köln statt.

Ein Grund für die geringe Teilnehmerzahl seien die vergleichsweise hohen Kosten für die Anreise, erläuterte der Leiter des Referats Glaubensbildung, das mit den Bistümern die Vorbereitungen auf den Weltjugendtag koordiniert. Hinzu komme, "dass wir die Empfehlung rausgegeben haben, erst Pilger ab 18 Jahren mitzunehmen". Anlass dafür seien "Sicherheitsbedenken". Die Kriminalitätsrate der brasilianischen Metropole gilt als sehr hoch. Er teile diese Bedenken zwar nicht, könne aber verstehen, wenn die Bistümer unter 18-Jährigen von der Reise abrieten, so Hartmann: "Letztlich sind sie bei Minderjährigen verantwortlich, wenn etwas passiert."

Der 28. Weltjugendtag findet vom 23. bis zum 28. Juli 2013 in Rio de Janeiro statt. Das Motto lautet "Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern". Papst Benedikt XVI. wird die Abschlussmesse halten. Erwartet werden insgesamt über zwei Millionen Teilnehmer.

Weitere Informationen zum Weltjugendtag unter www.wjt.de.

Quelle: KNA