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Weltjugendtag in Rio erwartet den neuen Papst

Die Organisatoren des katholischen Weltjugendtags (WJT) im Juli in Rio de Janeiro rechnen fest mit der Teilnahme des im März neu zu wählenden Papstes. Das erklärte der Erzbischof von Rio, Orani Joao Tempesta, am Montagmittag (Ortszeit), 11. Februar, in einer ersten Stellungnahme vor Journalisten. Da die Anwesenheit des Papstes bei den Weltjugendtagen eine Tradition sei, gehe er davon fest aus, so Tempesta.

Mit seinem freiwilligen Rücktritt habe Benedikt XVI. großen Mut gezeigt, mit einer Tradition zu brechen und nicht wie seine Vorgänger bis zum Tode im Amt zu verharren, so der Erzbischof. "Es gibt derart viele Veränderungen in unseren Gesellschaften, dass es wirklich nötig war, dies anders anzugehen." Tempesta dankte dem am 28. Februar abtretenden Papst Benedikt XVI. für die Vergabe des größten katholischen Events an die brasilianische Stadt.

Die Rücktrittserklärung des Papstes habe die Organisatoren des WJT vollkommen unvorbereitet getroffen, so der Erzbischof. Zwar war man über den angeschlagenen Gesundheitszustand des Papstes informiert und besorgt; trotzdem habe man mit dessen Teilnahme an dem sechs Tage dauernden Treffen gerechnet. So war bereits ein Hubschrauberflug hoch zur weltberühmten Christusstatue ins päpstliche Besuchsprogramm aufgenommen worden, um Benedikt XVI. die anstrengende Besichtigung des Monuments zu erleichtern.

Eventuelle Programmänderungen beim WJT aufgrund des Rücktritts von Benedikt XVI. wollte der Erzbischof nicht ausschließen. Zuerst wolle man aber abwarten, wer neuer Papst wird, um dann auf dessen Wünsche einzugehen. Bislang waren zwei Veranstaltungen mit Benedikt XVI. an der Copacabana geplant gewesen. Zudem war seine Teilnahme an einer Gebetsveranstaltung mit Jugendlichen am Vorabend der großen Abschlussmesse vorgesehen, die dann am nächsten Morgen von ihm zelebriert werden sollte. Zum Weltjugendtag, der vom 23. bis 28. Juli in Rio stattfindet, werden zwischen zwei und drei Millionen Teilnehmer erwartet.

Quelle: KNA