Brasilien |

Weltbank leiht Regierung acht Milliarden Dollar

Die brasilianische Regierung erhält von der Weltbankgruppe acht Milliarden US-Dollar in Form von zinsgünstigen Darlehen. Dies hat die internationale Bank am Mittwoch in Washington bekannt gegeben. Das Geld soll der Bekämpfung der Armut im größten Land Südamerikas dienen und im Zuge des Programms „Brasilien ohne Elend“ in soziale Infrastrukturen wie Bildung und Gesundheit investiert werden.

Die Präsidentin Dilma Rousseff hat die Verbesserung der Lebensbedingungen jener Brasilianer, die weniger als 70 Reales (40 US-Dollar) pro Tag zur Verfügung haben, zu einem der Hauptziele ihrer Amtszeit erklärt. Roussef will damit an den Erfolg ihres Vorgängers Luiz Inàcio Lula da Silva anknüpfen. Während seiner Präsidentschaft konnten 40 Millionen Menschen in die Mittelschicht aufsteigen. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die extreme Armut in Brasilien bis 2016 vollständig zu bekämpfen.

Nach den aktuellsten Zahlen des Ministeriums für soziale Entwicklung leben trotz eines anhaltenden Wirtschaftswachstums nach wie vor 16,2 Millionen Brasilianer in extremer Armut. Ein Großteil dieser Armut ist im Nordosten des Landes zu finden. Dort sind 18 Prozent der Bevölkerung betroffen. Der Landesdurchschnitt liegt bei 8,5 Prozent.

„Diese Bevölkerung ist am verletzbarsten, da die öffentlichen Dienstleistungen sie nicht erreichen“, sagte die Ministerin für soziale Entwicklung bei der Veröffentlichung der Zahlen im Mai dieses Jahres. (aj)