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Weitere drei Millionen Argentinier in Armut

Armut, Argentinien, Macri

Im Armutsviertel Villa 31 in Buenos Aires (Foto: Adveniat/Markus Matzel)

In Argentinien ist die Armut auf ein neues Rekordhoch angestiegen. Allein 2018 seien 2,7 Millionen mehr Argentinierinnen und Argentinier zusätzlich in Armut gefallen, berichtet die Tageszeitung “Pagina 12” am Freitag, dem 29. März 2019, über aktuelle Zahlen der Nationalen Statistikbehörde INDEC. “Heute ist ein trauriger Tag”, kommentierte Carolina Stanley, Ministerin für Entwicklung im Kabinett von Präsident Mauricio Macri, den Anstieg der Armut. 

Die Regierung arbeite “in jedem Ministerium am Armutsthema”, versicherte die Politikerin. Staatsschef Macri, der bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen im Oktober 2019 erneut antritt, hatte in der Vergangenheit erklärt, er wolle “als Präsident bewertet werden, ob ich es schaffe oder nicht, die Armut zu verringern.”  Wegen steigender Inflation, Kaufkraftverlust, steigender Preise bei Gas, Strom und Wasser infolge gestrichener Subventionen, Entlassungen im öffentlichen Bereich durch Sparprogramme, Entwertung der heimischen Währung und der anhaltenden Wirtschaftskrise ist die Armut 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent gestiegen. Damit sind 32 Prozent der Bevölkerung bzw. 12,9 Millionen Personen arm. (bb)

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